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Brauche ich überhaupt eine Hebamme?


Die kurze Antwort? Ja.

Die etwas längere Antwort? Auch ja.



Tatsächlich bin ich manchmal überrascht, wie viele Frauen nicht wissen, welche Leistungen ihnen in Österreich rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zustehen.

Viele denken bei Hebammen vor allem an die Zeit nach der Geburt. Dabei können Hebammen bereits in der Schwangerschaft eine wichtige Begleitung sein.



Was macht eine Hebamme eigentlich?


Hebammen begleiten Familien rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Wir sind Ansprechpartner*innen für medizinische Fragen, Beschwerden, Stillen, die Entwicklung des Babys und viele Unsicherheiten, die ganz natürlich entstehen, wenn man Eltern wird. Manchmal geht es dabei um Fachwissen. Manchmal einfach darum, jemanden zu haben, der sagt: "Das ist ganz normal."

Und manchmal auch darum, gemeinsam herauszufinden, wann etwas genauer abgeklärt werden sollte.



Hebamme oder Frauenärztin?


Diese Frage höre ich häufig.

Die Antwort lautet: Am besten beides.


Hebammen und Gynäkologinnen arbeiten nicht gegeneinander, sondern ergänzen sich.

Während bei den ärztlichen Kontrollen oft die medizinischen Untersuchungen im Mittelpunkt stehen, bleibt bei Hebammenterminen häufig mehr Zeit für Fragen, Sorgen und die individuelle Vorbereitung/Begleitung auf Geburt und Elternschaft.



Warum ich Familien gerne schon in der Schwangerschaft begleite


Für mich beginnt Hebammenbetreuung nicht erst nach der Geburt.


Ich möchte die Familien, die ich begleite, bereits in der Schwangerschaft kennenlernen.

Denn Vertrauen entsteht nicht an einem Tag.


Wenn wir uns schon vor der Geburt begegnen, fällt vieles leichter:

  • Fragen können frühzeitig geklärt werden

  • Wünsche und Vorstellungen werden sichtbar

  • Unsicherheiten bekommen Raum

  • Die erste Zeit mit Baby fühlt sich oft vertrauter an



Was zahlt die Krankenkasse?


Viele Leistungen rund um Schwangerschaft und Wochenbett werden von den österreichischen Krankenkassen unterstützt beziehungsweise teilweise rückerstattet. Je nach Leistung und Krankenkasse erhaltet ihr meist etwa 80–90 % Krankenkassentarif zurück.


Dazu gehören unter anderem:

• das Eltern Kind Pass Gespräch

• Hebammenvorsorgen in der Schwangerschaft

• Wochenbettbesuche nach der Geburt


Welche Leistungen genau übernommen werden, hängt von eurer individuellen Situation und eurer Krankenkasse ab. Erkundigt euch auch bei privaten Zusatzversicherungen.


Neben Wahlhebammen gibt es auch Kassenhebammen, deren Leistungen direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Eine Hebamme in eurer Nähe findet ihr auf der Homepage des Österreichischen Hebammengremiums unter www.hebammen.at.



Mein Tipp als Hebamme


Sucht euch eure Hebamme möglichst frühzeitig.


Nicht, weil ihr sofort Hilfe braucht, sondern weil die passende Begleitung oft ein großes Stück Sicherheit schenkt. Gerade die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen, Fragen und neuer Erfahrungen. Es tut gut, jemanden an der Seite zu haben, der euch begleitet, unterstützt und eure Fragen beantwortet.


Je nachdem, wo ihr wohnt und welche Art der Betreuung ihr euch wünscht, kann die Suche nach einer Hebamme etwas Zeit in Anspruch nehmen. Besonders in manchen Regionen herrscht Hebammenmangel und beliebte Betreuungsplätze sind oft früh vergeben.

Wenn ihr eine bestimmte Hebamme oder eine kontinuierliche Begleitung durch Schwangerschaft und Wochenbett möchtet, lohnt es sich daher, frühzeitig Kontakt aufzunehmen.



 
 
 

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