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Was will ich denn eigentlich? Überforderung nach dem Studium.

Nicht immer will man es glauben, was die schon fertigen Student*innen erzählen von ihren Reisen. Eines wollte ich auch Gewiss nicht hören und verstehen und zwar dieses Loch nach dem Studium. Was will ich denn eigentlich? Ist mein Weg den ich gehe der richtige Weg für mich?

Zweifel holen einen ein und man wird unsicher.

Einen anderen Weg gehen als die meisten Student*innen? Da bekommt man Schnappatmungen, da muss man sich ja behaupten...

Ich verstehe das. Es ist mir auch so gegangen, ich habe mich aus lauter Ehrfurcht vor den Gedanken der anderen in meinen Lieblingskrankenhäusern für eine Stelle beworben, in der Hoffnung, dass ich nicht genommen werde und ich mich deshalb "Selbstständig machen muss". Tja dieser Plan hat wohl nicht funktioniert, schlussendlich sagte ich einem Krankenhaus noch bevor sie mir zu oder absagen konnten ab und bei dem anderen dachte ich werde ich nie einen Platz bekommen - tja, schlussendlich musste ich ihnen dann bei der Zusage wiederum absagen...

Manchmal denke ich mir, dass es gut gewesen wäre gleich zu mir zu stehen und gar nicht mich bewerben hätte sollen, aber anscheinend hat es zu meiner Geschichte gehört.


Dieses Loch ist zum Teil unbeschreiblich tief, man lernt und lernt und lernt und plötzlich geht man aus dem Raum (es fühlt sich an wie bei jeder anderen Prüfung) denkt sich : "juhu geschafft" und trotzdem hat nicht wirklich das Gefühl fertig zu sein. Vielleicht hätte ich die Worte gebraucht: Herzlichen Glückwunsch Hebamme Miriam Jakl. Vielleicht konnte ich es in diesem Augenblick auch einfach nicht realisieren. ich war wie ausgesaugt, glücklich aber auch vollständig leer. Diese Leere verflog nur nicht wie angenommen, sondern blieb aufrecht bis auch die letzte aus meiner Hebammenstudentinnen-Freundesgruppe es auch geschafft hat. Ich glaub auch da habe ich es nicht wirklich realisiert und war froh, als wir dann alle nach der Sponsion in Barcelona waren und einfach das Leben gefeiert haben.


Im Oktober habe ich dann mit meinen neuen Kolleginnen gesprochen und sie sagten, sie hätten das erste Jahr auch nur gespielt Hebamme zu sein - das beruhigte mich ein bisschen.

Mittlerweile fast ein halbes Jahr in meinem Hebammenleben, spiele ich nicht mehr die Hebamme zu sein sondern bin es schon, habe ich nun schon richtig viel erreicht und mir noch höhere Ziele gesetzt. Ich bin Mitglied bei mehreren Vereinen, habe einen Verein mitgegründet, bin da für eine Gruppe von Frauen, die davor kaum Ansprechpersonen hatten und darf die Arbeit leisten von der ich am Anfang den größten Respekt hatte.


Ich darf Sterneneltern auf ihrem Weg helfen und das beste daran ist, dass war eigentlich nicht Mal mein Plan für das Leben nach dem Studium.


Mein Weg führte mich allerdings genau hier her.


Wie schön ist es dem eigenen Weg zu folgen, sich treiben zu lassen (nicht besonders meine Stärke als Planerin, aber auch mal sehr spannend zu sehen wohin es mich treiben kann).


Ich hoffe ihr dürft diese Erfahrung ebenfalls machen, euch entfalten und euren Weg gehen ohne Beeinflussung. Jeder Weg - Hauptsache ihr fühlt euch wohl damit ist ein guter Weg für euch.

Alles Liebe Miriam





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